Biologische Zahnmedizin

Um zu verstehen, warum der Zustand von Mund und Zähnen von so übergeordneter Bedeutung für unsere Gesundheit, Lebensqualität und Lebenserwartung ist, müssen wir uns erinnern: jeder Mensch ist aus nur einer Zelle entstanden. Ohne diese erste Zelle gäbe es es auch keine hochspezialisierten Organe. Die Spezialisierung hat schließlich ermöglicht, dass ein so hochkomplexes Organsystem wie das der Zähne und Kiefer entstehen kann. 

Die Forschung kann indes nicht einmal im Ansatz erklären, wie z.B. eine superharte Substanz wie Zahnschmelz scheinbar mühelos entstehen kann. Ein bisschen Ehrfurcht und Demut gegenüber diesen faszinierenden Gewebestrukturen stünde uns Ärzten ganz gut zu Gesicht, wenn wir uns anschicken, diesen Zahnschmelz weg zu schleifen, um ihn dann durch eine künstliche Zahnkrone zu ersetzen – beispielsweise zur Überbrückung von Zahnlücken.

Es ist an der Zeit, dass Zahn- und -Medizin eine überkommene und  unreflektierte Betrachtungsweise überwindet, weg von der Reparaturmedizin, hin zu einer ganzheitlich biologischen Herangehensweise über echte Heilung als Eigenleistung jedes Lebewesens also auch des Menschen.

 

„Medizin
muss
Bio-und
vor allem
Logisch
sein.“ 

 

Dr. Gerstenberg

Chronisch degenerative Erkrankungen

Es gibt kaum eine chronisch degenerative Erkrankung, die nicht im Begriff ist, rasant zuzunehmen. Dabei dürfte es gegenüber dem Zustand Gesundheit auch nur einen Zustand Krankheit geben und nicht unzählige verschiedene Krankheiten. Allen voran Tumore, Diabetes, die gesamte Palette der neurologisch- degenerativen Erkrankungen, wie Demenz, Alzheimer, Parkinson, ALS und MS. 

Wir sehen den Zusammenhang zur Zahnmedizin. Als Zahnarzt und Implantologe mit über 30  Jahren Erfahrung in Biologischer ZahnMedizin sehe ich die zunehmende Spezialisierung in der Medizin mit Skepsis. Wir sind nun mal kein Bausatz aus Einzelteilen, die man wechseln kann.

Störfelder der Kiefer und Zähne

Hierbei handelt es sich um das spektakulärste Teilgebiet der Biologischen ZahnMedizin von höchster Bedeutung. Was ist ein Störfeld? Unter einem Störfeld versteht man ein „krankhaft“ verändertes Gewebe, das da selbst völlig unauffällig sein, jedoch jede Krankheit triggern oder unterhalten, oder deren Ausheilung verhindern kann. Jede Krankheit kann störfeldbedingt sein und jedes Störfeld kann jede Krankheit auslösen, verstärken, oder deren Ausheilung verhindern.

 

Wo finden sich Störfelder?

Sie können zwar überall sein, kommen aber naturgemäß zu geschätzt 90% im Kieferbereich vor. Ganz allmählich findet eine Erfahrungstatsache Eingang in die Medizin, dass kranke und tote Zähne eine störende Fernwirkung in andere medizinische Bereiche haben können. Anders als jede andere ärztliche Fachdisziplin, ist man in der Zahnmedizin bereit, tote Organe – also tote Zähne – im Körper zu belassen und durch eine Wurzelbehandlung zu konservieren. Tote Zähne produzieren permanent hochgiftige Stoffe (Mercaptan/Thioäther), die den Organismus vergiften und jeder Krankheit Vorschub leisten können. Jeder tote/wurzelbehandelte Zahn ist ein Entzündungszahn mit Störfeldeffekt.

 

Was ist eine Wurzelbehandlung?

Der Zahnarzt versucht hier, alle organischen Substanzen aus dem Zahn zu entfernen und den aufbereiteten Hohlraum mit einer Wurzelfüllung zu verschließen, was aber unmöglich gelingen kann. In jedem toten Zahn produzieren Bakterien permanent toxische Verbindungen, die lokal zur Entzündung des umgebenden Kieferknochens führen, und systemisch das Immunsystem belasten. Es wird ein chronischer Entzündungsprozess ausgelöst, der in der Medizin unter dem Begriff „Silent Inflammation“, also stumme Entzündung bekannt ist. 

 

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Es kommt zu einer dauerhaften Aktivierung des Immunsystems. Weston Price, ein amerikanischer Wissenschaftler hat vor ca. 100 Jahren bei chronisch Kranken die toten Zähne im Sinne einer Störfeldsanierung entfernt und sie Versuchstieren unter die Haut verpflanzt. Das erstaunliche Ergebnis war, dass die meisten der so behandelten Patienten von ihren Krankheiten genesen oder wesentliche Besserungen erlebten, während die Versuchstiere die Symptome ihrer „Organspender“ entwickelten. Diese spektakulären Studien sind leider weitgehend ignoriert worden und stehen nicht auf dem Lehrplan der Zahnarztausbildung. Übrigens sind ähnliche Studien in den 70er Jahren mit ähnlichem Resultat wiederholt worden.

Vor diesem Wissenshintergrund wird es schwer, kranke und tote Zähne erhalten zu wollen, da die Folgen in der Regel schwerer wiegen als die  kurzlebige Freude über einen vorübergehend erhaltenen Zahn. Auch abgesehen von gesundheitlichen Fern- und Spätschäden: Wurzelbehandlungen sind ohnehin mehrheitlich zum Scheitern verurteilt, was an der Vielzahl von Wurzelresektionen nach Wurzel-behandlungen bzw Zahnentfernungen nach erfolgloser Wurzelbehandlung zu erkennen ist. Daran ändert  auch die Qualität der Wurzelbehandlung nichts Grundlegendes.

Kieferorthopädische Prävention und Frühbehandlung

Der Kieferbereich entwickelt sich wie jedes andere Organ gemäß seiner funktionellen Beanspruchung und der Gesamtkonstitution. Wachstum und Entwicklung ist eine Eigenleistung und kann nicht von außen erzwungen werden.  

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Ein wohlgeformter Zahnbogen in optimaler Verzahnung, wird im Wesentlichen über die Harmonisierung der wichtigsten Mundfunktionen wie Atmen, Schlucken, Kauen, sprechen zu erreichen sein. Auch Gewohnheiten wie das Daumenlutschen oder Mundatmen manifestieren sich in schiefen Zähnen und Überbiss. Daher ist oft eine vernünftige funktionelle Begleitbehandlung durch speziell geschulte Logopäden sinnvoll (NMT*).

Sie beginnt so früh wie möglich und ist im Wesentlichen eine Eigenleistung des Behandelten. Es werden dabei keine gesunden Zähne entfernt. Vielmehr geht es um eine 3-Dimensionale Entwicklung des Mundraumes und einer harmonischen Bißposition. Ganzheitlich-funktionelle Kieferkorrekturen (unter anderem mit Hilfe eines Bionators) sind Voraussetzung für Haltung und Bewegung und damit entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung. Die Zähne sind die Tastatur mit der die Wirbelsäule programmiert wird. (W.Schöttl)

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