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Unsere Seite solle Ihnen die Möglichkeit geben, mehr zu erfahren über moderne Ganzheitlich-Biologische Zahnmedizin. Der Zustand der Zähne stellt eine wichtige Säule der Gesundheit dar und ist ein Spiegel der Gesundheit.

GESUNDE ZÄHNE - GESUNDER MENSCH!

Gesundheit aus der Sicht Biologischer ZahnMedizin

Die Bedeutung der ZahnMedizin für Prävention und Rehabilitation von chronisch degenerativen Systemerkrankungen

Trotz aller medizinischen Fortschritte oder vielleicht wegen dieser, steigt die Anzahl chronischer Neuerkrankungen dramatisch an. Beispielhaft seien hier Krebserkrankungen, Fibromyalgie, MS, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes genannt. Allen diesen Erkrankungen ist eines gemeinsam: die Störung der autonomen Regulation, vereinfacht gesagt auch die Störung der Selbstheilungskräfte.

Die etablierte Medizin scheint für dieses Problem keine Lösung zu haben. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Mediziner unter denselben Erkrankungen leiden wie ihre Patienten und auch deren Lebenserwartung keineswegs höher ist.

Einladung

„Faszination Zähne“ - Zahn- und Kieferstörfelder

ein Vortrag von Dr. Peter Gerstenberg.

Bei nahezu allen chronischen Krankheiten spielen Zahn-und Kieferstörfelder eine zentrale Rolle – eine gleichermaßen bedeutende, wie unbekannte Erfahrungstatsache.

Herde und Störfelder in der Mundhöhle.

Bedeutung – Diagnostik - Therapie

Keramikimplantate sind sowohl ästhetisch wie biologisch eine Alternative zu kranken und toten Zähnen. Vorgestellt wird ein Konzept der Sofortimplantation mit Sofortversorgung gemäß dem All In One - Conzept nach Dr. Volz, SDS.

Willkommen sind therapeutisch Tätige ebenso wie Interessierte.

Anmeldungen gern per Mail oder Telefon:
info@dr-gerstenberg.de
Tel. 0451 24 39 7

Dr. Gerstenberg

22.11.2017 um 18 Uhr · Media Docks Lübeck

Die Bedeutung der ZahnMedizin für Prävention und Rehabilitation von chronisch degenerativen Systemerkrankungen

Trotz aller medizinischen Fortschritte oder vielleicht wegen dieser, steigt die Anzahl chronischer Neuerkrankungen dramatisch an. Beispielhaft seien hier Krebserkrankungen, Fibromyalgie, MS, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes genannt. Allen diesen Erkrankungen ist eines gemeinsam: die Störung der autonomen Regulation, vereinfacht gesagt auch die Störung der Selbstheilungskräfte.

Die etablierte Medizin scheint für dieses Problem keine Lösung zu haben. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Mediziner unter denselben Erkrankungen leiden wie ihre Patienten und auch deren Lebenserwartung keineswegs höher ist.

Unterschiedliche Gewichtung der Körperzonen nach Penfield
Unterschiedliche Gewichtung der Körperzonen nach Penfield

Was hat das mit der ZahnMedizin zu tun?

Noch immer sehen viele in der Zahnmedizin ein eher mechanisch-technisches Fach, in dem es darum geht, Zähne, Kaufunktion und Optik des Patienten wiederherzustellen, vielfach mit fragwürdigen Materialien und Methoden. Zumeist bleibt der Mund zeitlebens eine Dauerbaustelle.

Jeder gesunde Zahn ist ein Organ mit wechselseitiger Verbindung zum autonomen Nervensystem und er kommuniziert auf vielerlei Ebenen mit dem gesamten Organismus.
Weiterhin laufen alle Akupunkturmeridiane durch die Zähne. Das Kauen kann man sich leicht als eine wiederholte Aktivierung der Energiebahnen im Sinne einer natürlichen Akupunkturbehandlung vorstellen.

Auch alle Sinnesorgane finden sich im Kauorgan oder in dessen unmittelbarer Nähe wieder.

Somit geht jede Zahnbehandlung zwangsläufig immer über das Arbeitsfeld des Zahnarztes hinaus, selbst dann, wenn Zahnarzt und Patient sich dieser Tatsache nicht immer bewusst sind. Gesetzmäßigkeiten gelten auch dann, wenn wir sie nicht kennen!
Sowie Zähne den gesamten Organismus beeinflussen, spiegelt sich umgekehrt die allgemeine Gesundheit im Zustand der Zähne wider.

Zwei Mediziner – Voll und Kramer – haben vor Jahrzehnten den Bezug zwischen Zähnen und Organen sowie zum Bewusstsein herausgearbeitet und damit den Nachweis für Jahrtausende alte Beobachtungen früherer Weltkulturen bestätigt.

Auch die Arbeiten von Penfield zeigen die Dominanz der Kiefer für die autonome Regulation.
 

Drei Schwerpunkte kennzeichnen die Biologische ZahnMedizin:

  • Störfelder im Bereich der Kiefer und Zähne
  • Zahnärztliche Werkstoffe
  • Bissstörungen und Zahnfehlstellungen

Störfelder der Kiefer und Zähne

Hierbei handelt es sich um das spektakulärste Teilgebiet von außerordentlicher Bedeutung.

Was ist ein Störfeld?

Unter einem Störfeld versteht man ein „krankhaft verändertes Gewebe, das daselbst völlig unauffällig sein, jedoch jede Krankheit triggern oder unterhalten, oder deren Ausheilung verhindern kann. Jede Krankheit kann störfeldbedingt sein und jedes Störfeld kann jede Krankheit auslösen, verstärken, oder deren Ausheilung verhindern.

Wo finden sich Störfelder?

Sie können zwar überall sein, kommen aber naturgemäß zu geschätzt 70-80% im Kieferbereich vor.

Ganz allmählich findet eine Erfahrungstatsache Eingang in die Medizin, dass kranke und tote Zähne eine störende Fernwirkung in andere medizinische Bereiche haben können. Anders als jede andere ärztliche Fachdisziplin, ist man in der Zahnmedizin bereit, tote Organe – also tote Zähne – im Körper zu belassen und durch eine Wurzelbehandlung zu konservieren.

Tote Zähne produzieren permanent hochgiftige Stoffe (Mercaptan/Thioäther), die den Organismus vergiften und jeder Krankheit Vorschub leisten können.

Multiple Störfelder im Kiefer
Multiple Störfelder im Kiefer

Was ist eine Wurzelbehandlung?

Der Zahnarzt versucht hier, alle organischen Substanzen aus dem Zahn zu entfernen und den aufbereiteten Hohlraum mit einer Wurzelfüllung zu verschließen, was aber unmöglich gelingen kann. In jedem toten Zahn produzieren Bakterien permanent toxische Verbindungen, die lokal zur Entzündung des umgebenden Kieferknochens führen, und systemisch das Immunsystem belasten. Es wird ein chronischer Entzündungsprozess ausgelöst, der in der Medizin unter dem Begriff „Silent Inflammation“, also stumme Entzündung bekannt ist. Es kommt zu einer dauerhaften Aktvierung des Immunsystems.

Weston Price, ein amerikanischer Wissenschaftler hat vor ca. 100 Jahren bei chronisch Kranken die toten Zähne im Sinne einer Störfeldsanierung entfernt und sie Versuchstieren unter die Hautverpflanzt.
Das erstaunliche Ergebnis war, dass die meisten der so behandelten Patienten von ihren Krankheiten genasen oder wesentliche Besserungen erlebten, während die Versuchstiere die Symptome ihrer „Organspender“ entwickelten. Diese spektakulären Studien sind leider weitgehend ignoriert worden und stehen nicht auf dem Lehrplan der Zahnarztausbildung. Übrigens sind ähnliche Studien in den 70er Jahren mit ähnlichem Resultat wiederholt worden.

Vor diesem Wissenshintergrund wird es schwer, kranke und tote Zähne erhalten zu wollen, da die Folgen in der Regel schwerer wiegen als die kurzlebige Freude über einen vorübergehend erhaltenen Zahn. Auch abgesehen von gesundheitlichen Fern- und Spätschäden: Wurzelbehandlungen sind ohnehin mehrheitlich zum Scheitern verurteilt, was an der Vielzahl von Wurzelresektionen nach Wurzelbehandlungen zu erkennen ist. Daran ändert auch die Qualität der Wurzelbehandlung nichts Grundlegendes.

Ein Beispiel aus der Praxis des Autors: Ein Patient kämpfte seit Monaten gemeinsam mit seinem Orthopäden, um einen drohenden chirurgischen Eingriff an der Bandscheibe zu vermeiden. Am Ende kommen beide zu dem Schluss, dass eine Operation der Bandscheibe unumgänglich ist. Es wird ein OP-Termin vereinbart.

Kurz vorher wird ein langjährig auffälliger, aber sonst schmerzfreier Zahn akut. Der Patient sucht meine Praxis auf. Die Untersuchung bestätigt einen Störfeldbezug zu dem Rückenschmerz.Es erfolgt die herdgerechte Zahnentfernung – bloßes Zahnziehen löst das Problem zumeist nicht.

Noch beim Verlassen der Praxis ließen die Rückenschmerzen nach und am Folgetag berichtete der Patient, dass er den Termin zur Bandscheibenoperation abgesagt hätte. Bis heute - 17 Jahre später - sind keine nennenswerten Rückenschmerzen mehr aufgetreten.

Schlussfolgerungen aus diesem Beispiel:

  • Natürlich ist nicht jeder Rückenschmerz störfeldbedingt, aber es ist immer möglich.
  • Solche oder ähnliche Erfahrungsberichte sind in einer ganzheitlichen Praxis keine Ausnahme, sondern die Regel. Schmerzhafte Funktionseinschränkungen des Bewegungssystems sind häufiger als man glauben möchte, doch darf nicht verkannt werden, dass Störfelder auch alle anderen, nicht schmerzhaften chronisch - degenerativen Erkrankungen unterhalten können.
  • Einige Beispiele: alle neurodegenerativen Erkrankungen wie MS, ALS, Demenz, Parkinson, Depression, sowie Fibromyalgie, Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Chronic Fatgue Syndrom (CFS), Atypischer Gesichtsschmerz, Autoimmunerkrankungen aller Art u.v.a.m..
  • Nicht alle Störfelder sind im Bereich der Kiefer und Zähne zu finden, aber die meisten.

Therapiemöglichkeiten:

Tote Zähne sind ein ernstes Gesundheitsrisiko und sollten fachgerecht unter Sanierung des infizierten Umgebungsknochens entfernt werden. In der Regel kann im selben Behandlungstermin ein biologisch verträgliches Implantat aus Keramik eingesetzt und mit einer sofort gefertigten Übergangskrone versorgt werden.
Also feste Zähne am selben Tag, was für Menschen mit vollem Terminkalender oft einen unschlagbaren Vorteil bedeutet und den Behandlungsaufwand stark verkürzt.
Für dieses implantologische Sofortkonzept kommen speziell konstruierte Keramikimplantate zur Anwendung.
(Short-Cut-Conzept nach Dr. Volz)

SDS-Keramikimplantate
SDS-Keramikimplantate
Keramikkronen auf Keramikimplantaten
Keramikkronen auf Keramikimplantaten

Weitere Kieferstörfelder:

Weitere sehr häufige Störfelder sind Kieferknochennekrosen. Sie sind ein gleichermaßen mysteriöses wie unbekanntes Phänomen. 1989 fand Bouquot (Kanada) heraus, dass „atypischer Gesichtsschmerz“ fast immer im Zusammenhang mit solchen unsichtbaren Kiefernekrosen steht. Er führte dazu den Begriff „NICO“(*) ein. Aber dieser Begriff greift zu kurz: Diese Kieferknochennekrosen zeigen ein extrem hohes Entzündungspotential und können nahezu jede Krankheit unterhalten oder verursachen (Lechner, v. Baer). Auf Lechner geht auch das heute bei uns gebräuchliche Kürzel FDOK (**) zurück.

Wer ist betroffen?

Jeder! Das Phänomen Störfeld ist in aller Munde und doch in der Medizin und Zahnmedizin bisher weitgehend unbekannt. Dies sollte man im Auge behalten, denn es ist immer besser die Ursachen als deren Auswirkungen zu behandeln. Im Umkehrschluss scheint es bedenklich, die Auswirkungen von Störfeldern anstatt das Störfeld selbst zu sanieren.
Wir müssen heute davon ausgehen, dass die meisten Erkrankungen, Funktionseinschränkungen und Schmerzleiden zumindest teilweise durch Störfelder mitbegründet sind.

Wie können Störfelder gefunden werden?

Die deutschen Ärzte W. und F. Hunecke fanden in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Methode zur Diagnose und Behandlung von Störfeldern, die in der ganzheitlichen Medizin als Neuraltherapie bekannt geworden ist. Sie fanden heraus, dass bei Behandlung eines Störfeldes Krankheiten in ganz anderen Bereichen des Körpers nachhaltig verschwanden oder gebessert wurden. Diese Neuraltherapie ist eine sehr hilfreiche Diagnostik bei der oft schwierigen Störfeldsuche.

  • 2-dimensionale Röntgentechnik versagt fast immer bei der Störfelddiagnostik.
  • Durch moderne hochauflösende 3-D-Röntgendiagnostik aber können wir diese Störfelder heute sehr gut finden. Auf den Kiefer bezogen kann zwar jeder Zahnabschnitt betroffen sein, die häufigsten und oft schwerwiegenden FDOKs sind im Bereich der Weisheitszähne zu finden. Auch und besonders dann, wenn diese Zähne lange vorher entfernt worden sind.


Die Behandlung dieser Störfelder erfolgt durch einen zahnärztlich - chirurgischen Eingriff, bei einem Zahnarzt, der mit dieser Thematik vertraut ist.

Man sieht nur, was man weiß:

Das Beschriebene ist in der orthodoxen Medizin/ Zahnmedizin bisher kaum bekannt und steht nicht auf dem Lehrplan der Zahnarztausbildung. Die willkürlich hochgezogenen Fachgebietsgrenzen in der Medizin werden den komplexen Zusammenhängen - wie sie in der Biologie gelten - nicht gerecht und wirken erkenntnisblockierend. Dennoch kann der aufmerksame Beobachter - ob Laie oder Fachmann - leicht verstehen, dass die heutige Medizin die großen Gesundheitsfragen von morgen so nicht lösen wird und eine Neuorientierung, ein Umdenken dringend ansteht. Fortgesetztes Behandeln von Symptomen statt Ursachen, ist weder ethisch noch ökonomisch vertretbar. In der Diagnostik und Behandlung von Störfeldern liegt m. E. ein therapeutisches Potential für die Gesundheit von gigantischem Ausmaß. Es wäre unvernünftig, dies ungenutzt zu lassen – zum Wohle der vielen betroffenen Menschen.

(*) Neuralgia Inducing cavitational Necrosis = Neuralgie- induzierende Kieferknochennekrose (**) Fettig degenerative Osteonecrose des Kiefers

Zahnärztliche Werkstoffe

Als ich vor 28 Jahren entschied, Quecksilber in Form von Amalgam aus meiner Praxis zu verbannen, ging ich davon aus, dass dieses giftigste und gefährlichste unter den Schwermetallen in Kürze offiziell in der Medizin und Zahnmedizin verboten würde. Damit hatte ich mich getäuscht. Amalgam ist in Ländern wie Russland, Japan, Schweden und Norwegen inzwischen verboten, aber hier bei uns ist es nach wie vor erlaubt.

Amalgamentfernung unter Gummischutz (Kofferdam)
Amalgamentfernung unter Gummischutz (Kofferdam)
Keramikrestaurationen nach Amalgamsanierung
Keramikrestaurationen nach Amalgamsanierung

Was ist Amalgam?

Es handelt sich um ein Metallgemisch aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink, die durch Quecksilber zusammengehalten werden. Den Hauptanteil stellt Quecksilber mit über 50% dar. Diese Mischung wird zum Verschluss von defekten Zähnen verwendet.
Ärzten und Patienten ist vielfach nicht bekannt, dass Quecksilber sofort beginnt, den gesamten Organismus unterschiedlich stark zu vergiften. Am meisten die Nieren und vor allem das Nervensystem. Diese permanente Belastung hält an, solange die Amalgamfüllung im Zahn ist. Auch nach Jahrzehnten noch und auch dann, wenn die Amalgamfüllungen längst entfernt worden sind. Was hierbei unbedingt zu beachten ist, wird an anderer Stelle noch deutlich gemacht. Die geschätzte Halbwertzeit nach Amalgamentfernung beträgt ohne spezielle Entgiftungskonzepte noch etwa 30 Jahre!

Da Quecksilber fast keine Grenzen kennt, überwindet es auch ungehemmt nicht nur die Blut-Hirnschranke, sondern auch die Plazenta und belastet das ungeborene Kind.
Da auch Impfungen oft die Quecksilberverbindung Thiomersal enthalten, kommt es zu einem Kumulationseffekt, denn organische Quecksilberverbindungen sind auch in kleinsten Mengen extrem giftig.
Viele Mütter berichten von einem gesundheitlichen Absturz ihrer Kinder nach der ersten Mehrfach – Impfung. Es kommt hier zum Zweitschlag auf das Immunsystem des Kindes (Speranski).

Zahnmetalle und Elektromagnetismus

Zahnmetalle korrodieren immer, greifen in die Atmungskette ein und aktvieren das Immunsystem. Kein Zahnmetall ist biologisch neutral oder unbedenklich.
Die zunehmende Belastung durch weltweiten Elektrosmog potenziert diese Problematik, da Metalle immer mit Elektrosmog interagieren. Bei der Benutzung eines Mobiltelefons im G4 – Netz steigt die Temperatur um Zahnmetalle und Titanimplantate um 4°C an und erreicht damit 41°C. Wenn man berücksichtigt, dass der Eiweiß-- abbau bei 42°C beginnt, wird erkennbar, dass hier ein Experiment läuft, das nicht spurlos an uns vorbeigehen kann, denn die Mikrowellenbelastung nimmt dramatisch zu.

Metallalternativen:

Solide biologische Werkstoffe aus Zirkonkeramik stehen heute in der Zahnmedizin als Metallalternativen zur Verfügung. Sowohl für Zahnkronen und Brücke, als auch zum Ersatz von Zähnen durch Keramikimplantate (Zirkon-Implantate).

Keramikimplantate vor
Keramikimplantate vor
und nach Keramikkronenversorgung
und nach Keramikkronenversorgung

Biss und Fehlbiss

Ein Organ entwickelt sich gemäß seiner funktionellen Beanspruchung (Roux 1904). Leider wird dieser einfachen und plausiblen Tatsache kaum Beachtung geschenkt. Dabei geht die Entwicklung des Kauorgans mit der Entwicklung des Menschen Hand in Hand:
Einer der wichtigsten formenden Entwicklungsreize für die Kiefer ist das Stillen, welches einen perfekt koordinierten Prozess aus Saugen und Schlucken trainiert und so eine essenzielle Voraussetzung für die Entwicklung kräftiger Kiefer und optimaler Zahnstellung darstellt.
Die Stillperiode sollte idealerweise 18-24 Monate dauern.
In unserer schnelllebigen Zeit wird dieser Prozess oft abgekürzt, oder es wird gar nicht gestillt. Die damit verbundenen Folgen sind später nur bedingt zu korrigieren. Fehlbiss, zu kleine Kiefer, schiefe Zähne sind daher heute eher die Regel als die Ausnahme.

Hier wird ein Defizit der etablierten Medizin deutlich, die sich weigert, komplexe Vorgänge in Zusammenhängen zu erfassen und zu beurteilen. Nicht genug damit, dass die Zahnmedizin komplett zum medizinischen Nebenfach erklärt wird, obwohl sie nachweislich ein gesundheitsrelevantes Zentrum von übergeordneter Bedeutung repräsentiert. Es werden auch innerhalb der Zahnmedizin künstliche Fachgebietsgrenzen hochgezogen und damit Zusammenhänge ignoriert. Jahrhundertelang haben die Mediziner durchs Mikroskop gesehen und immer mehr Spezialgebiete geschaffen. Der Blick für das Ganze ist dabei auf der Strecke geblieben.

Kieferorthopädische Prävention und Frühbehandlung:

Wenn die Entwicklungsstörungen der Kieferfunktion deutlich werden, sollte so bald wie möglich ein Frühförderprogramm eingeleitet werden. Dieses Programm beschränkt sich nicht auf den Mundraum allein, sondern auf das komplette neuromuskuläre System. Der Sinn dabei ist eine Frühförderung, bei der nicht vollzogene Entwicklungsstufen nachvollzogen werden. Der Kieferbereich spielt auch hierbei eine zentrale Rolle (Padovan) und hat gemeinsam mit der Augenfunktion auch so etwas wie eine Lotsenfisch- Funktion für das Bewegungssystem und die Körperhaltung.

Ausgangssituation vor Bionatorbehandlung
Ausgangssituation vor Bionatorbehandlung
Nach Bionatorbehandlung
Nach Bionatorbehandlung

Jede Verzahnungsstörung hat zwangsläufig ihre Entsprechung im gesamten Bewegungssystem. Speranski, ein russischer Neurophysiologe hat Hunden einseitig den Biss weggeschliffen und beobachtet, dass die Tiere eine Skoliose, eine Verwindung der Wirbelsäule entwickelten. Diese verschwand direkt unverzüglich, sobald der Biss wieder korrigiert war. So wird also leicht verständlich, dass funktionelle Rückenbeschwerden jeglicher Art, durchaus in Kieferfehlfunktionen und Bissstörungen begründet sein können, und es tatsächlich auch häufig sind.

Funktionelle Gebissentwicklung

Aus Sicht der Biologischen Zahnmedizin ist die sanfteste und nachhaltigste Behandlung der meisten Fehlbisssituationen im frühen Wechselgebiss die Behandlung mittels Bionatoren (Balters). Hierbei geht es um eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Die Entwicklung des Kauorgans ist eine Eigenleistung und kann nur bedingt durch äußere Kräfte beeinflusst werden.
Gestörte Mundfunktionen, die eine harmonische Kieferentwicklung verhindern, werden hierdurch korrigiert, so dass sich Kiefer und Zahnreihen gleichsam „entfalten“ können.

Wann werden Kieferfehlentwicklungen behandelt?

Der beste Behandlungszeitpunkt: so früh wie möglich, wenn das Kind bereit dazu ist. In der Regel zwischen 6-9 Jahren. Eine so optimierte Mundfunktion führt in der Regel zu stabilen Bissverhältnissen, da die Hintergründe und Ursachen korrigiert worden sind. Der sonst oft beobachtete Rückfall in frühere Fehlstellungen (Rezidiv) bleibt hier meistens aus.

Schlussfolgerungen und Zusammenfassung:

Die willkürlich aufgebauten Grenzen zwischen den ärztlichen Disziplinen widerspiegeln nicht die natürlichen Systemzusammenhänge.
Sie fördern Symptombehandlungen und stehen einer Integrativen Biologie im Wege.
Zahnmedizin ist zumindest einer der entscheidenden Fachbereiche in der Medizin, die das gesundheitliche Schicksal und die Lebenserwartung der Menschen wesentlich mit prägt.
Zähne sind nicht alles, aber ohne Biologische Zahnmedizin muss ärztliche Therapie jeglicher Art oberflächlich und symptomorientiert bleiben. Echte ursächliche Heilung ist nur unter Einbeziehung der Gebissgesundheit in die Gesamtdiagnostik und- Therapie möglich.

Dr. Peter Gerstenberg
Zahnarzt / Biologische ZahnMedizin
Implantologie / Ästhetik / Funktion

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